12.09.18

Lotto und Steuern: Wie viel Gewinn behält der Staat?

Der große Traum vom Lottogewinn lässt viele nicht los … und damit (leider) auch der Gedanke an mögliche Steuerforderungen des Finanzamts. Aber: Muss man auf den Millionengewinn überhaupt Steuern zahlen? Und wenn ja, wie viel? Bleibt dann überhaupt noch etwas übrig vom großen Lottoglück? 

Die einsame Insel in der Südsee, das Traumhaus an der Côte d’Azur oder einfach das sorgenfreie Leben – mit einem Millionengewinn ließe sich so mancher Traum erfüllen. Aber: Trauen Sie sich zu träumen? So richtig groß? Oder glauben Sie, dass Ihnen das Finanzamt einen Steuerbescheid schickt, bevor Sie sich überhaupt an Ihrem Gewinn erfreuen konnten? 

Diese Sorge können wir Ihnen direkt nehmen: Lottogewinne, und auch die Gewinne, die Sie bei uns bekommen, müssen – ganz egal in welcher Höhe – nicht versteuert werden, weil es in Deutschland aktuell keine Vermögenssteuer gibt. Ja, über den generellen Sinn und Unsinn einer solchen Steuer lässt sich streiten, CDU, SPD und Co. tun dies ja oft und gerne, aber für all unsere Millionäre ist das Fehlen einer solchen Steuer eine richtig gute Nachricht. Die Beck‘schen Steuertexte können Sie also getrost beiseitelegen. 

Keine Vermögenssteuer, keine Lottosteuer: Warum kommt das Finanzamt vielleicht doch ins Spiel?

Sie haben aber sicherlich schon gehört, dass ein Lottogewinn nicht gänzlich am Fiskus vorbeigeht – nämlich immer dann, wenn Sie mit dem Gewinn Zinsen erwirtschaften. Wenn Sie das Geld anlegen, tritt automatisch eine Steuerpflicht ein, aber nur dann, wenn die dadurch erzielten Einkünfte über den festgelegten Freibeträgen liegen. Aktuell ist generell auf alle Zinserträge, die über dem Freibetrag von 801 Euro liegen, eine Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent zu zahlen. Das klingt viel, aber eine profitable Geldanlage kann sich trotzdem lohnen. Zugegeben, bei den aktuell niedrigen Zinsen ist das nicht ganz leicht, aber trotz möglicher Steuerzahlungen ein lohnendes Unterfangen. 

Das glauben Sie nicht? Wir haben das einmal für Sie durchgerechnet: Nehmen wir an, Sie – und nicht ein Lottospieler aus dem Schwarzwald – hätten den bisher höchsten Gewinn in Deutschland eingestrichen. 90 Millionen Euro beim EuroJackpot. Wenn Sie das Geld mit einer Verzinsung in Höhe von zwei Prozent pro Jahr anlegen würden, wären das 1,8 Millionen Euro Zinsen im Jahr. Trotz der Abgeltungssteuer würden davon noch immer 1,35 Millionen Euro auf Ihrem Konto verbleiben – zusätzlich zu Ihrem 90-Millionen-Euro-Gewinn. Damit lässt sich einiges anfangen, oder? 

Tippgemeinschaften beim Lotto: Was gibt es da zum Thema Steuern zu beachten? 

Gemeinsam spielen und gewinnen – dieses Ziel eint viele Tippgemeinschaften. Wenn dann aber der gemeinsame Tippschein gewinnt, müssen Sie nachweisen, dass es sich wirklich um eine Tippgemeinschaft handelt. Das ist wichtig und ganz einfach – ein kurzer, von allen Tippern unterschriebener Vertrag genügt hierfür. Es lohnt sich, denn wenn Sie keinen Nachweis haben und den Gewinn aufteilen, fällt die Schenkungssteuer an. Am besten Sie checken das noch heute, denn manchmal kommt der Lottogewinn schneller als gedacht. Und wenn Sie Ihren Tipp-Vertrag durch einen Juristen überprüfen lassen, sind Sie auf der ganz sicheren Seite. 

Wie schaut es aus? Wollen Sie auch mal in Schockstarre verfallen, weil Tipp24 am Telefon ist und Ihnen die Nachricht vom großen Gewinn überbringt? Dann versuchen Sie Ihr Glück! Die Sorge vor dem Finanzamt jedenfalls ist unbegründet, also, träumen Sie groß! 


Cindy

Cindy

Cindy

Cindy ist selbst eingefleischter Lotto-Fan. Nicht nur deshalb, sondern auch dank des engen Austauschs mit unserem Tipp24-Kundenservice weiß sie, welche Fragen Lottospieler bewegen. Mit Begeisterung beschäftigt sie sich daher unter anderem mit der Frage nach dem großen „Was wäre wenn?“ und Tipps rund um Lotto, Steuern und Co. Mehr von Cindy …